07.11.2023

m3connect baut privates LTE-Mobilfunknetz für autonome Fahrzeuge in der Werkslogistik 

Im Rahmen des Forschungsprojekts Autonomous Connected Logistics hat die m3connect in enger Zusammenarbeit mit den Projektpartnern Stäubli und der BMW Group ein privates Mobilfunknetz errichtet und langfristig unter Realbedingungen erprobt. Der Fokus lag bei dieser Anwendung auf Robustheit und einem einfachen Aufbau. In einem weiteren Teilprojekt wurde ein weiterer Anwendungsfall für die Werkslogistik in einem 5G-Campusnetz der m3connect erprobt.

Nach Abschluss der Tests steht fest: Mobilfunk kann in der Werkslogistik, insbesondere im weitläufigen Außenbereich, eine Alternative sein, um mit geringem Installationsaufwand eine größere Fläche mit Datendiensten zu versorgen. 

Für den Anwendungsfall „AutoBox“, einem Autonomen Transportfahrzeug, das Behältertransporte innerhalb des Werkes übernimmt, wurde durch ein privates LTE-Netz konstante Konnektivität sichergestellt. Bei gleichbleibend geringen Latenzen wurde im 24/7-Dauerbetrieb die Funktionalität für die Anwender gewährleistet. Durch die mobilfunktypischen kurzen Übergabezeiten von einer Sendeanlage zur nächsten war auch auf der verwinkelten Teststrecke zwischen den Produktionshallen unterbrechungsfreie Datenkommunikation möglich.

„Nachdem wir zu Beginn ein paar Probleme mit der Ausleuchtung und Verkabelung im Werk hatten, war die Betriebssicherheit des LTE-Netzes während der Testfahrten jederzeit gegeben. Grundsätzlich hätte die Fläche auch mit einem Dutzend WLAN-Sendern ausgeleuchten werden können. Auch sind bei den Übergängen von verschiedenen WLAN-Access-Points oftmals Aussetzer in der Kommunikation gegeben und beispielsweise parkende LKW hätten die Signale stärker beeinflußt. Dank dedizierter Frequenzen und höherer Leistung kann mit weniger Sendern viel mehr Fläche angebunden werden, und die Übergänge zwischen den Sendern sind so schnell, dass praktisch keine Aussetzer entstehen. Hier können Kosten gespart werden.Justin Eichenlaub, Head of Cellular Solutions, m3connect

Es wird also kein Datenkabel benötigt, um eine Kontrollstation an beliebiger Stelle montieren zu können.  

Zusätzlich zu den benötigten AGV-Steuerungsfunktionen wurden weitere IoT Konzepte implementiert. So wurden smarte Warnleuchten an „Edge Computing Services“ gekoppelt, die in Echtzeit anhand der Bewegungsdaten des Fahrzeugs andere Verkehrsteilnehmer warnen. Die Warnlichter können durch Anbindung an das Mobilfunknetz frei im Gelände positioniert werden.

Weiterhin lieferten die Daten aus dem Mobilfunknetz zusätzliche Informationen. Über eine eigens programmierte Schnittstelle wurden die Daten des Fahrzeugcontrollers in die gleiche Anwendung eingebunden. Mit den Daten, die durch das Mobilfunknetz gesammelt und zur Verfügung gestellt wurden, konnte die Produktivität der autonomen Fahrzeuge in Echtzeit überwacht werden. Durch wöchentliche Exports aus den Echtzeitdaten konnte die Performance der AutoBox mit den Informationen der Anwender vor Ort abgeglichen und so immer objektiv bewertet werden, um Entscheidungen zum weiteren Vorgehen im Forschungsprojekt treffen zu können. 

Auch hier zeichnete sich ab, dass insbesondere ein geringerer Installationsaufwand dank der hohen Sendeleistung in einem dedizierten Spektrum deutliche Vorteile gegenüber WLAN bietet. In diesem Projekt wurden die Nutzungsdaten zusätzlich in eine Cloud übertragen. Hier spielt m3connect seine Erfahrung mit heterogenen Netzen und dem Management tausender Standorte weltweit aus. Die bereits existierenden Konzepte der SD-WAN-basierten Vernetzung werden in die Mobilfunk-Welt übertragen und ermöglichen eine umfangreiche Fernkontrolle aller Dienste und Geräte.

Für das LTE-Netz in diesem Teilprojekt wurden LTE-Basisstationen von den m3connect Partnern Accelleran und der AttoEPC von Attocore verwendet.

 

Automatisiert fahrende Autobox

© Copyright BMW GROUP

 

Über m3connect  

Vom WLAN-Pionier zum Marktführer. Seit 2001 hat sich m3connect zu einem der größten Wireless Service Provider in Europa entwickelt – mit Niederlassungen in Aachen, Karlsruhe, München, San Francisco, Sibenik (Kroatien) und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Weltweit betreut m3connect rund 13.000 Standorte seiner Kunden in über 23 Ländern und erweitert als Vordenker von Cloud-Technologien seit mehr als 20 Jahren seine selbstentwickelte Plattform. Als Technologieführer stellt m3connect drahtlose Best-In-Class-Internet-Vernetzung mit flexiblem Design zur Verfügung. m3connect arbeitet mit State of the Art Technologien, wie WLAN, private LTE und 5G, und kreiert innovative Softwarelösungen wie SD-WAN und diverse digitale Applikationen. Das Leistungsspektrum reicht von Digital Signage, Guest Infotainment Systemen, VoIP, VoD bis hin zu Location Based Services. m3connect ist Plattform-Entwickler und integriert seine Lösungen in die bestehenden Prozesse seiner Kunden. 

Accelleran

Die belgische Firma Accelleran mit Sitz in Antwerpen bietet OpenRAN Software Lösungen für Betreiber von 5G & pLTE Netzwerken. Mit Accellerans einzigartiger Software-Architektur können Kunden das umfangreiche Potential von software-defined Networks, Netzwerkvirtualisierung und RAN intelligence nutzen um private, öffentliche und neutral-host Netzwerke optimal zu managen. Accellerans dRAX System liefert erprobte Container basierte Software Komponenten um Anwendungen mit multi-vendor, intelligenten und disaggregierten OpenRAN Elementen auf Basis von führenden Standards wie der O-RAN Alliance zu realisieren. 

AttoCore

AttoCore develops ultra-mobile core network software technology that can be deployed in consumer, professional, government and enterprise scenarios. Deployment can be as a standalone network, or interconnected with existing network services to extend wireless services anywhere in the world. AttoCore was founded in September 2014. The team has more than 30 years experience of developing 2G, 3G, 4G and 5G mobile core software.